Ernährung im akuten Schub

Ernährung im akuten Schub

Viele Morbus-Crohn-Patienten neigen dazu, während einer akuten Schubphase auf Mahlzeiten zu verzichten und legen eine Fastenzeit ein. Dies liegt an den Symptomen von Morbus Crohn in Entzündungsphasen, die vielen Betroffenen im wahrsten Sinne den Appetit verderben: Übelkeit, Durchfall, Schmerzen und Appetitlosigkeit.

Fasten ist jedoch keine gute Entscheidung und kann schwerwiegende Auswirkungen haben: Zum einen mindert die Entzündung des Darmtraktes die Aufnahme von Nährstoffen, zum anderen bewirkt der anhaltende Durchfall einen Flüssigkeitsverlust und somit auch eine Gewichtsreduktion und Dehydrierung. Durch den Verzicht auf Flüssigkeit und Nahrung leiden viele Menschen mit Morbus Crohn während einer Schubphase zudem an Vitamin- und Mineralstoffmangel. Es ist daher wichtig, der Mangelernährung bewusst entgegenzuwirken und gemeinsam mit Ihrem Arzt entsprechende individuelle Speisepläne zu entwickeln.
 

Tipps:

- Essen Sie regelmäßige, kleine Mahlzeiten.

- Nehmen Sie sich Zeit zum Essen.

- Kauen Sie jede Mahlzeit gründlich.
 

Folgende Nahrungsmittel und Speisen sollten Sie in Ihren Schubphasen bevorzugt essen:

  • Getreideprodukte mit geringem Kleieanteil: Weißbrot, Toast, helles Gebäck (Semmeln), Nudeln.
  • Gedünstetes Gemüse, püriertes/fein geriebenes Obst – Rohkost eher meiden.
  • Gekochte Kartoffeln, Kartoffelpüree, Mais, Haferflocken, Bananen, Kokosflocken.
  • Früchtetee, Milch (wenn sie vertragen wird).
     

Folgende Speisen sollten Sie eher meiden:

  • Hülsenfrüchte (Linsen, Bohnen), Zwiebeln, Lauch, Kohl, Nüsse, Zitrusfrüchte.
  • Fettige oder frittierte Speisen, Gebratenes.
  • Stark kohlensäurehaltige Getränke.

 

Langsch R., Zillessen E. (2009). Morbus Crohn - Colitis ulcerosa: 213 Fragen und Antworten für Betroffene und ihre Angehörigen. Band 1 der GRVS-Schriftenreihe, Gesellschaft für Rehabilitation bei Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten, Pabst Science Publ.

 

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