Psychisches Wohlbefinden

Psychisches Wohlbefinden

Viele Anzeichen von Morbus Crohn, wie der intensive und starke Durchfall, lösen bei den Betroffenen Scham und Unsicherheit aus. Der häufige Gang zur Toilette ist vielen Menschen peinlich, daher meiden sie soziale Situationen oft, weil sie sich so sicherer fühlen.

Soziale Kontakte, Veranstaltungen und Aktivitäten zu meiden, erspart zwar zunächst vielleicht den einen oder anderen peinlichen bzw. ungewohnten Moment, kann aber im Laufe der Zeit zu einer Isolierung führen, was die eigene Unsicherheit noch weiter verstärkt.

Eine Gesprächstherapie kann helfen, den Morbus Crohn und seine Folgen anzunehmen und damit offener umzugehen. Viele Betroffene nutzen eine Therapie aber auch, um sich eventuelle schubauslösende Faktoren wie Stress, Belastungen oder Angstzustände bewusst zu machen und sich und ihren Morbus Crohn besser kennenzulernen.

So werden im Rahmen einer Psychotherapie individuelle Krankheitsbewältigungsstrategien erarbeitet, die dabei helfen können, die Lebensqualität im Alltag zu steigern und Belastungen weniger intensiv zu durchleben.

Eine Psychotherapie kann entweder von Anfang an vorbeugend hilfreich sein oder in besonders anspruchsvollen Zeiten helfen, eigene Stärken wahrzunehmen und so neuen Mut zu schöpfen. Hilfe bei der Suche nach Psychotherapeuten bietet Ihnen die Website PsyOnline.
 

Tipp: Jeder von uns braucht einmal Hilfe im Leben. Hilfe anzunehmen und zu suchen macht Sie nicht schwach, sondern zeigt vielmehr, dass Sie sich von den Herausforderungen Ihrer Krankheit nicht unterkriegen lassen!

 

Langsch R., Zillessen E. (2009). Morbus Crohn - Colitis ulcerosa: 213 Fragen und Antworten für Betroffene und ihre Angehörigen. Band 1 der GRVS-Schriftenreihe, Gesellschaft für Rehabilitation bei Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten, Pabst Science Publ.

 

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