Therapiearten

Therapiearten

Neben der Art der Schuppenflechte ist für die Entscheidung, welche Therapie für den Patienten passend ist, auch der Hauttyp, die Ausprägungsform der Schuppenflechte, der Krankheitsverlauf und das Ansprechen auf die Therapie relevant.


Zumeist wird eine Kombination mehrerer unterschiedlicher Therapien angewendet: Zum einen kommt es zu einer Behandlung der äußeren Symptome, der so genannten topischen Therapie. Zusätzlich dazu aber auch zu einer systemischen, innerlich angewandten Therapie sowie zu einer Phototherapie. Dies zeigt deutlich, wie komplex die Behandlung der Schuppenflechte ist.
 

Topische Therapie

Bei der topischen Therapie werden die äußerlichen Anzeichen der Schuppenflechte mit Salben, Cremes, Lotions, Gels oder Schäumen behandelt. Die topische Therapie kommt vor allem bei den leichten Formen der Schuppenflechte zum Einsatz.
 

Systemische Therapie

Die systemische Therapie der Schuppenflechte in Form von Arzneimitteln, Injektionen oder Infusionen behandelt neben den äußeren Anzeichen der Schuppenflechte auch die chronischen Entzündungsreaktionen im Immunsystem von Betroffenen und wirkt sich so auf den ganzen Körper und nicht nur auf die betroffenen Hautstellen aus. Die systemische Therapie wird bei mittelschweren bis schweren Formen der Schuppenflechte angewandt. Hierbei ist es besonders wichtig, dass die Arzneimittel streng nach den Anweisungen des behandelnden Arztes eingenommen werden.


Neben chemischen Arzneimitteln stehen mittlerweile auch moderne, biotechnologisch hergestellte Therapeutika zur Verfügung. Diese Arzneimittel werden Biologika genannt und sind eine neue Generation von Arzneimitteln, die gezielt in das Entstehungsgeschehen der Schuppenflechte eingreifen. Gewöhnlich werden die sehr wirksamen Biologika gut vertragen, da sie körpereigenen Stoffen sehr ähnlich sind.
 

Phototherapie bzw. UV-Therapie

Bei der Photo- bzw. UV-Therapie handelt es sich um eine gezielte Lichttherapie, die eingesetzt wird, wenn die rein oberflächliche, topische Behandlung der Schuppenflechte allein nicht ausreichend ist. Hierbei kommt ultraviolettes Licht (UV-B-Licht) zur Anwendung, das die immunologischen Vorgänge in der Haut beeinflusst und das beschleunigte Zellwachstum bremst. Hierbei gilt es jedoch zu beachten, dass bei längerfristigem Einsatz dieser Therapie auch das Hautkrebsrisiko steigen kann.
 

Hautpflege

Jede Haut hat individuelle Bedürfnisse und braucht spezielle Pflege. Dies ist besonders bei Patienten mit Schuppenflechte bzw. Psoriasis der Fall. Was dem einen Patienten hilft, zeigt bei anderen keine Wirkung. Finden Sie daher selbst heraus, was Ihrer Haut guttut. Die Suche nach der passenden Pflegelotion ist für viele Betroffene oft schwierig, denn die Bedürfnisse der Haut variieren beispielsweise auch nach der Jahreszeit. Gerade in der heißen Jahreszeit und bei ausgiebigem Schwitzen sollten verschiedene Pflegeprodukte angewendet werden.
 

Nicht zu häufig baden

Generell sollten Sie jedoch darauf achten, nicht zu oft und zu heiß zu baden oder zu duschen, denn dies kann Ihre Haut zusätzlich austrockenen. Ölbäder werden von vielen Betroffenen geschätzt, da sie die Haut gleichzeitig reinigen, pflegen und verwöhnen. Gerade für Psoriasis-Patienten ist es besonders wichtig, sich nach dem Baden oder Duschen einzucremen.

 

 

Sator P.-G. (2017): Psoriasis. Dermatologische Zeitreise: Gestern – Heute – Morgen. Spectrum Dermatologie 01/2017.

WHO (2016). Globaler Bericht zur Schuppenflechte. Deutsche Übersetzung des „Global Report on Psoriasis“.

 

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